Hochzeit endet in Großbrand: Flammeninferno nach Hochzeits-Feuerwerk legt Reifenhandel des Bräutigams in Schutt und Asche

Am Samstag, gegen 23:30 Uhr gingen die ersten Meldungen über einen Brand auf dem Firmengelände eines Reifenherstellers in Gammertingen ein. Beim Eintreffen der ersten Rettungskräfte stand eine neu errichtete Lagerhalle mit Verwaltungstrakt in Brand. Die Feuerwehr, die mit einem Großaufgebot vor Ort war, brachte den Brand unter Kontrolle und verhinderte so dessen Ausbreitung auf weitere Gebäude. Der Rettungsdienst behandelte vier Personen mit dem Verdacht auf Rauchgasvergiftung. Sie wurden in umliegende Krankenhäuser eingeliefert. Wo sich diese vier Personen bei Brandausbruch aufhielten, ist bislang unklar. In der Firma selbst wurde zu der Zeit nicht gearbeitet, es hielten sich nach Angaben von Zeugen jedoch Personen einer Firmenveranstaltung auf dem Gelände auf. Durch den Brand waren Reifen, Folien, Fahrzeuge, sowie das Gebäude selbst betroffen. Der entstandene Schaden kann bislang nicht genau beziffert werden, wird aber auf mehrere Millionen Euro geschätzt. Am Brandort eingesetzt waren insgesamt 275 Feuerwehrleute, der Rettungsdienst mit 40 Personen, 5 Notfallseelsorger, sowie 2 Streifen der Polizei. Durch die entstandene Rauchentwicklung mussten die Anwohner der Gemeinde Gammertingen dazu aufgefordert werden, die Türen und Fenster geschlossen zu halten. Eine entsprechende Warnmeldung wurde über den Rundfunk ausgestrahlt. Zusätzlich warnte die Polizei mittels Lautsprecherdurchsagen im angrenzenden Wohngebiet. Zur Brandursache kann noch keine Aussage getroffen werden. Die Ermittlungen hierzu dauern an.