Ist der Cayenne der Nachfolger des 959?

Der Porsche Cayenne feiert in diesem Jahr seinen 20. Geburtstag. Im Rahmen der Feierlichkeiten war Gastautor Fabian Mechtel mit Walter Röhrl in Leipzig auf der Suche nach der Antwort auf eine vielleicht provokante Frage. Das Lastenheft des Porsche 959 war so umfangreich wie keines zuvor. Er musste nicht nur in Dakar glänzen, sondern auch auf den Rennstrecken dieser Welt und dennoch im Alltag ganz unprätentiös zu fahren sein. Die damals entwickelten Technologien verhelfen dem Supersportwagen auch nach heutigen Maßstäben noch zu unglaublicher Fahrdynamik. Doch es waren vor allem die Dinge wie die Geländeuntersetzung oder das höhenverstellbare Fahrwerk, die den Neun-Neunundfünfzig zu einem echten Alleskönner machten. Die erste Generation des Porsche Cayenne, intern E1 genannt, war dem 959 deshalb gar nicht so fern. Erstmals entschied man sich für den Bau eines Viertürers, noch dazu eines sportlichen Geländewagens. Es war klar, dass ein solches Fahrzeug von allen Seiten kritischen Blicken widerstehen musste. Entsprechend hoch lagen die Anforderungen an das Entwicklungsteam. Man musste ein Auto bauen, dass auf der Straße den Erwartungen eines Porsche gerecht werden konnte, wollte zusätzlich aber auch den besten Offroadern im Gelände die Stirn bieten. Die Lösung des komplexen Problems war der Entwurf einer völlig neuen Plattform. or allem einen beeindruckte das Gebotene tief: Walter Röhrl. In seiner Rolle als Entwicklungsfahrer war er schon von den ersten Prototypen des neuen Geländesportlers begeistert, sollte sich in Spanien auf einer extra angelegten Gelände-Prüfstrecke allerdings ein Bild von den Fähigkeiten des neuen Autos überzeugen.