Was über den Todesfahrer von Berlin bekannt ist

Berlin, 09.05.22: Der Todesfahrer in Berlin hatte nach Erkenntnissen der Polizei in der Vergangenheit psychische Probleme. Berlins Innensenatorin Iris Spranger sagte am Donnerstag im Abgeordnetenhaus, die genauen Umstände müssten im Rahmen der laufenden Ermittlungen noch geklärt werden. Der jetzt 29-jährige Mann armenischer Herkunft sei 2015 in Deutschland eingebürgert worden. Bei der Polizei sei er mehrfach aufgefallen, es habe Ermittlungen gegeben wegen Körperverletzung, Hausfriedensbruchs und Beleidigung. Über politische und extremistische Taten sei aber nichts bekannt. Auch im Zusammenhang mit verfassungsfeindlichen Bestrebungen ist der Tatverdächtige bisher nicht aufgefallen. Im Auto sei kein Bekennerschreiben gefunden worden, sagte die Innensenatorin. Es wurden aber Plakate gefunden. Ob und inwieweit diese im Zusammenhang mit der Tat stehen, ist auch Gegenstand der Ermittlungen. Der Autofahrer raste am Mittwochvormittag an der Gedächtniskirche über Gehwege des Ku’damms und der Tauentzienstraße. Eine Frau starb, 29 Menschen wurden nach aktuellem Stand verletzt, 6 von ihnen lebensgefährlich und 3 schwer. Darunter waren viele Schüler einer 10. Klasse aus Hessen.